Berufsbildungsbereich

Eingangsverfahren

Die REAS Werkstatt führt mit dem zuständigen Rehabilitationsträger das Eingangsverfahren durch, um festzustellen ob die Werkstatt eine geeignete
Einrichtung zur Teilhabe psychisch behinderter Menschen am Arbeitsleben und zur Eingliederung in das Arbeitsleben im Sinne des § 136 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch ist, sowie welche Bereiche der Werkstatt und welche Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und ergänzende Leistungen oder Leistungen zur Eingliederung in das Arbeitsleben in Betracht kommen und einen Eingliederungsplan zu erstellen. Das Eingangsverfahren kann bis zu drei Monate dauern, mindesten aber vier Wochen. Zum Abschluss des Eingangsverfahrens ergeht der Vorschlag der Werkstatt, über die Aufnahme in der Werkstatt oder eine Empfehlung für alternative oder weiterführende Bildungs- und Fördermaßnahmen.

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Nach erfolgreicher Beendigung des Eingangsverfahrens schließt sich nahtlos der Berufsbildungsbereich an. Der Berufsbildungsbereich wird durch die Agentur für Arbeit oder einen Rentenversicherungsträger finanziert und ist auf einen Zeitraum von maximal zwei Jahren begrenzt und gliedert sich in Grund- und Aufbaukurse. Anschließend wird die Berufsbildungsmaßnahme in einem, in die Fachabteilungen integrierten Berufsbildungsbereich fortgeführt. Das Lernen findet sowohl Anhand von Auftragsproduktion bzw. Bereitstellen einer Dienstleistung im Rahmen eines Auftrages als auch durch die Anfertigung von Übungsstücken und / oder durch übungsmäßiges Nachvollziehen produktiver Vorgänge statt. Die inhaltliche, fachtheoretische und fachpraktische Förderung orientiert sich an denen für die Fachabteilung vorliegenden Rahmenlehrplänen. Übergeordnetes Ziel der beruflichen Bildungsmaßnahme ist die Teilhabe am Arbeitsleben und die Persönlichkeitsentwicklung durch Entwicklung der beruflichen wie lebenspraktischen Fähigkeiten zur Vorbereitung auf geeignete Tätigkeiten im Arbeitsbereich der Werkstatt oder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Spätestens nach erfolgreichem Abschluss der Maßnahme sollen die Teilnehmer/innen ein Mindestmaß wirtschaftlich verwertbarer Arbeitsleistung erbringen und nach ihren individuellen Möglichkeiten am Auftrag der Werkstatt mitwirken. Sowohl im Grundkurs als auch im Aufbaukurs finden begleitend persönlichkeitsfördernde, sozialtherapeutische, beruflich qualifizierende und ergotherapeutische Angebote statt.

Grundkurs

Den Grundkurs durchlaufen die Teilnehmer/innen mit dem Ziel, am Leben in der Werkstatt  teilzunehmen und die verschiedenen Bereiche kennen zu lernen. Teilnehmer/innen sollen sich in möglichst kurzer Zeit in der Werkstatt wohl fühlen. Im Grundkurs erwerben die Teilnehmer/innen Fertigkeiten und Grundkenntnisse verschiedener Arbeitsabläufe, darunter manuelle Fertigkeiten, z.B. im Umgang mit verschiedenen Werkstoffen und Werkzeugen. Zugleich sollen das Selbstwertgefühl der Teilnehmer/innen und die Entwicklung des Sozial- und Arbeitsverhaltens gefördert, sowie Schwerpunkte der Eignung und Neigung festgestellt werden. Aufbaukurs Im Aufbaukurs werden die Qualifikationen weiter ausgebaut und gesichert. Darüber hinaus eignen sich die Teilnehmer/innen im Aufbaukurs spezielle fachpraktische Kenntnisse an, die deutlich auf die Einnahme eines Arbeitsplatzes in der Werkstatt oder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt hinzielen. Dabei sollen den Neigungen und Eignungen der jeweiligen Individuen Rechnung getragen werden, aber auch die aktuellen Gegebenheiten und Möglichkeiten in der Werkstatt bzw. des allgemeinen Arbeitsmarktes Berücksichtigung finden. Im Aufbaukurs erwerben die Teilnehmer/innen Fertigkeiten und Kenntnisse mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad, insbesondere Fertigkeiten beim Umgang mit Maschinen sowie vertiefte Kenntnisse über Werkstoffe, Werkzeuge, Waren Fertigungsabläufe usw.. Die Fähigkeiten zu größerer Ausdauer und Belastung und zur Umstellung auf unterschiedliche Beschäftigungen im Arbeitsbereich werden gefordert. Während des Aufbaukurses sind Praktika in den unterschiedlichen Arbeitsbereichen der Werkstatt möglich.

Aufbaukurs

Die Praktika im Arbeitsbereich werden für die Teilnehmer/innen im Aufbaukurs mit dem Ziel durchgeführt, einen direkten Einblick in die reale Arbeitssituation des Arbeitsbereiches zu erhalten, neue fachspezifische Kenntnisse zu erhalten, flexibler zu werden im Hinblick auf die Arbeitsumgebung, eine langsame Abnabelung vom Berufsbildungsbereich herbeizuführen und Verbesserungspotentiale festzustellen, die im Rahmen des Aufbaukurses noch aufgearbeitet werden. Bei geplanter Weitervermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt oder in weiterführende Qualifikationsmaßnahmen sind gezielte Fördermaßnahmen vorgesehen. Den Teilnehmern/innen wird durch die Werkstatt ein qualifizierter Nachweis über die Teilnahme an der berufsbildenden Maßnahme ausgestellt.

REAS GmbH & Co. KG * Am Steinhügel 1 * 64397 Modautal/Asbach * Tel.: 0 61 67 - 79 00 - 0 * Fax: 0 61 67 - 79 00 - 27 * E-Mail: info@reas.de

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Zuletzt geändert am Dienstag, 20. Dezember 2011